Der Natur ein Stück näher... mit natürlichen Baustoffen

 

Die Ökobilanz von Seegras ist kaum zu übertreffen.

Es muss nicht extra angebaut oder aufwendig aufbereitet werden, die Natur wirft es Jahr für Jahr zu tausenden von Tonnen an den Strand, wo es fast überall für Touristen weggeräumt wird.

 

Nach unserem Credo sollte man die Herbststürme abpassen und sobald wie möglich das beste Seegras für Dämm- und Polsterzwecke absammeln.

 

Die gründliche Strandreinigung ist dann der zweite Schritt, für dieses "2.Wahl-Material" kann man andere Ideen entwickeln, wie z.B. Landschaftsgestaltung (siehe Tangdeich auf Mön bei der Bildergalerie).

 

Es gab Versuche, das in großen Massen bei der Strandreinigung anfallende Seegras zu verwerten, allerdings ist hierbei die Verunreinigung mit Sand und Müll sehr groß und die Reinigung entsprechend aufwendig, daher beziehen wir z.Z. noch kaum deutsches Seegras.

 

Unser Seegras ist unbehandelt und wird lediglich von Regen, Wind und Sonne aufbereitet.

 

Das Pressen in Rundballen geschieht mit normalen landwirtschaftlichen Geräten.


Es ist ein regionales Material.

 

Im Vergleich dazu:

Konventionelle Produkte wie Glas-, Steinwolle, Polyurethan und Styropor haben eine sehr schlechte Ökobilanz.

Sie benötigen zur Herstellung viel Energie und Ressourcen und sind stark abhängig vom knapper werdenden Erdöl.

Außerdem sind sie bei der Verarbeitung teilweise gesundheitsschädlich, entwickeln bei Feuer giftige Gase, und es können neue Probleme wie Schimmelbildung entstehen, wenn man es mit einem Material zu tun hat, das nicht atmungsaktiv ist.

 

Die Geschichte der modernen, künstlichen Dämmstoffe hat einige traurige Kapitel.

Die Gesundheit von Menschen und die Reinheit von Luft, Wasser und Erde hat inzwischen viel erlitten, und viele Menschen wünschen sich heute, wieder mehr im Einklang mit der Natur zu leben.

 

 

Seegras ist ein wundervolles Naturmaterial.

Es wird ohne Verletzung von Ökosystemen gewonnen, und wir möchten es einer sinnvollen Nutzung zuführen.

 

 

 

Deutsche Umwelthilfe e.V.:

 

"Dem Gebäudesektor kommt mit ca. 35% des Endenergieverbrauchs und ca. 30% der Treibhausgasemissionen eine enorme Bedeutung für den Klima- und Umweltschutz zu.

Zudem gehört der Bausektor zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen.

Mit dem bundespolitischen Ziel einer Verdoppelung der Sanierungsrate, wachsenden

Bautätigkeiten in deutschen Städten und ambitionierten Effizienzstandards im Neubau

steigt die Klimarelevanz der eingesetzten Bau- und Dämmstoffe.

 

Derzeitige Maßnahmen zum Klimaschutz im Gebäudebereich adressieren überwiegend

den Energieverbrauch während der Nutzungsphase. Dies greift jedoch zu kurz.

Höhere Standards bei der Gebäudedämmung und der technischen Gebäudeausrüstung machen Gebäude immer energieeffizienter. Damit steigt aber auch die Bedeutung der Energie,

die für Herstellung, Errichtung und Entsorgung des Gebäudes und seiner verwendeten

Bauprodukte aufgebracht werden muss, die sogenannte „Graue Energie“.

 

Bisher findet diese weder im Fördersystem, noch im gesetzlichen Rahmen Beachtung.

Dabei verursachen die Herstellung, Errichtung und Entsorgung von Gebäuden ca. 8% der Treibhausgasemissionen in Deutschland.

Um das von der Bundesregierung formulierte Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands

bis 2050 zu erreichen, muss die Klimabilanz von Gebäuden also über den gesamten

Lebenszyklus – von Herstellung bis Entsorgung – berücksichtigt werden."