Seegrashandel in 60 Sekunden

#NatureNow

TV:  NDR die nordstory                            Heu-Ernte am Strandufer

in der NDR Mediathek (Foto anklicken)

Seegras vom Ostseestrand

 

In ausgedehnten Unterwasserwiesen wächst in einer Tiefe von bis zu ungefähr 8 Metern Seegras.

Seegras ist keine Alge, sondern ein Gras, das heißt, es war vor Urzeiten eine Landpflanze und ist dann wieder ins Meer (zurück) gewandert.

 

Seegraswiesen sind für das Ökosystem Ostsee in vielerlei Hinsicht sehr wichtig:

 

Ein Hektar Seegras bindet 35 mal so viel Kohlendioxid wie ein Hektar Regenwald.

Es produziert Sauerstoff, der das Wasser frisch und klar hält,

und die Wiesen sind ein wichtiger Lebensraum für Fische und viele andere Meeresbewohner,

dort wächst ihr Nachwuchs heran.

Seegraswiesen vermindern die Kraft von Wellen bis zu 40%, so schützen sie Küsten und Korallenriffe.

Seegras macht aus sandigem Meeresgrund Lebensraum.

Je klarer das Wasser, desto tiefer können sie wachsen und desto länger werden die Blätter.

 

Diese Wiesen bleiben unberührt! Eine Ernte wäre widersinnig, zerstörerisch und ist sowieso verboten.

 

Seegras ist eine mehrjährige Pflanze, bei Finnland wurde eine 1000jährige gefunden (siehe Interview mit Philipp Schubert). Die Blätter lösen sich vereinzelt ab Frühling ab, im Herbst mehr, gleichzeitig wachsen die Blätter wieder nach. Vor allem im Winterhalbjahr werden regelmäßig große Mengen an den Küsten der Ostsee angespült.

 

Es gab Jahre, in denen in Dänemark 8 Millionen Tonnen (trockenes) Seegras gewonnen wurden, mehr als Heu.

 

Bis in die 50er Jahre wurde es als hochwertiges Material geschätzt und vielfältig genutzt.

Anwohner sammelten Seegras, um es bei zentralen Sammelstellen abzugeben. Dafür war

die Küste in Abschnitte unterteilt. (Davon wurde uns u.a. auf Fehmarn berichtet.)

 

Heutzutage wird es meist aufwändig entsorgt, damit die Strände für die Urlauber frei sind.

 

Gerade die Eigenschaften, die die Beseitigung erschweren, machen es zu einem hochwertigen Dämmstoff:

 

es ist schimmelresistent (schwer verrottbar), 

ungezieferresistent,

und es brennt nicht,

das heißt, wenn es in Kontakt mit Flammen kommt, verglimmt es, aber sobald es von

der Flamme getrennt ist, geht Feuer/Glut sofort komplett aus.

 

Feuertest:  www.youtube.com/watch?v=gPE7brNW82c

 

Dies hat es dem hohen Anteil an Silikat (Kieselsäure) und dem in den Pflanzenzellen

eingelagerten Salz zu verdanken.

 

Schwer verrottbar ist es, wenn es in purer Form in großen Haufen herumliegt.

Im Gartenbau, vermischt mit Erde, ist es ein wertvoller Dünger,

die Regenwürmer verarbeiten es gerne.

Auf der Erdoberfläche verteilt hält es Schnecken fern.

 

Es wird auch manchmal als Einstreu für Ställe genutzt, es soll gut für Hufe sein.

Allerdings fressen es dann die Vierbeiner, die auch gerne an Salzlecksteinen schlecken,

und da sollte man ein wenig auf die Menge achten.

 

Das Seegras, das wir anbieten, kommt aus Dänemark.

 

Es wird aus dem Ufergewässer und vom Küstenstreifen aufgenommen und auf Wiesen verteilt.

Dort ist es einer bestimmten Menge Regen ausgesetzt, der das äußere Meersalz und den Sand abspült.

 

Das Seegras ist dann also kaum noch salzig und damit auch nicht mehr hygroskopisch (wasserziehend).

 

Nachdem es in Wind und Sonne getrocknet ist, wird es genau wie Heu und Stroh zu Rundballen gepresst. So wird es an die Baustellen ausgeliefert.

 

Es ist also Seegras pur, naturbelassen und ohne Zusätze.

 

Die Fasern bleiben weitgehend lang und heil, somit wird die Stabilität in der Dämmschicht gewährleistet, das heißt, es sackt fast gar nicht ab.

Das Seegras wird mit der Hand in Hohlräume gestopft.

 

Seegras als Stopfmaterial statt in Form von Matten oder Platten ist die ökologischste

(und preislich günstigste) Variante, da jegliche Weiterverarbeitung mehr Energie kostet und Zusatzstoffe wie z.B. Kunststoff aus Erdöl dafür benötigt werden.

Seegras in Kombination mit anderen Materialien hat nicht mehr genau dieselben tollen Eigenschaften, die pures Seegras hat.

 

Bauen mit Naturmaterialien wie Holz, Lehm und Seegras kann ein sinnliches, glücklichmachendes Erlebnis sein. Naturbaustoffe verbinden uns mit Mutter Erde, sie fühlen sich gut an und sie riechen gut. Man kann in ihrer Nähe atmen ohne Angst sich zu vergiften.

 

So entstehen Häuser mit Seele, in denen viele Generationen glücklich und gesund leben können.

Und die Spuren, die diese Häuser eines Tages hinterlassen, wenn ihre Zeit vorbei ist, sind kein Ballast für unseren Planeten.

 

Durch Einfachheit und Naturbelassenheit hat das Produkt Seegras eine hervorragende Ökobilanz.

 

 

Da Seegras Saisonware ist, kann es sinnvoll sein, größere Mengen vorzubestellen.

 

 

 

Zur Zeit können wir weder Polster- noch Dämmqualität spontan liefern!

Wir freuen uns sehr, dass immer mehr Menschen Verantwortung für eine enkeltaugliche und naturfreundliche Lebensweise übernehmen, dadurch ist die Nachfrage nach Seegras allerdings so explodiert, dass wir aktuelle Anfragen auf eine Warteliste setzen müssen.

Wir arbeiten daran, zusätzlich zum dänischen nun endlich auch das deutsche Seegras nutzbar machen zu können.

 

 

KLIMASCHUTZ

 

Dass gute Dämmung Heizenergie einspart, liegt auf der Hand.

Man kann aber darüberhinaus eine Menge Energie/CO2 bei der Herstellung von Dämmstoffen

(sogenannte Graue Energie) einsparen, indem man Naturdämmstoffe nutzt.

Seegras speichert sogar CO2!

 

 

Seegras schützt Klima!

 

NEU:

Treibselkompost

www.staemmler-erden.de

 

in kleinen Kartons und großen Big Bags erhältlich

Seegras Info-Heft: Geschichte & Dämmvarianten

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