Crowdfunding für Bauaufsichtliche Zulassung von Seegras als Dämmstoff

jetzt unterstützen:

www.startnext.com/seegras

 

Wir möchten jetzt, nach 11jährigem Bestehen des Seegrashandels, die Untersuchungen für die Bauaufsichtliche Zulassung von Seegras als Dämmstoff in Auftrag geben.

 

Diese Zulassung ist notwendig für Architekt*innen, öffentliche Gebäude wie Schulen, Kindergärten, Gemeindehäuser, Kirchen usw.

 

Bitte verbreitet die Info bei möglichst vielen Menschen.

Gemeinsam schaffen wir die Bauwende!

 

 

DER COUNTDOWN LÄUFT, NOCH 13 TAGE!

 

Hier geht es direkt zum Crowdfunding:

Seegras für Alle

direkt zu Film:

Seegras für alle

Aktuelle Termine

3. Werkstattgespräch: Seegras - zeitgemäßer Baustoff des nachhaltigen Bauens?

Seegras Vortrag

 

29.Februar, 19 Uhr

"Alte Waage"

Werftstraße 9

23774 Heiligenhafen (bei Fehmarn)


Referent: Jörn Hartje


Veranstaltung von Aap Architektur & urbane Raumgestaltung, durch den Abend leitet der Architekt und registrierte Energieberater für Fördermittel des Bundes, Dipl.Ing.Arch. Niko Rickert.

Die Diskussion über neue lokale und in der Produktion wenig CO2 erzeugende Baustoffe ("Graue Energie") ist seit Neustem im verstärkten Maße in Gange. Während hier bei uns die Ostsee als Folge des Klimawandels sich immer mehr durch Überschwemmungen und Sturmlagen bemerkbar macht, wird versucht, konstruktiv die Entwicklung des Klimawandels auch in der lokalen Bauindustrie abzuschwächen.

Eine gemeinsame Gesprächsrunde mit Vortrag möchte etwas Licht in die Situation bringen und vielleicht die eine oder andere Frage beantworten.
Seegras, gewonnen direkt aus der Ostsee, wäre natürlich die ideale Antwort auf heutige Probleme im Bauwesen. Aber: Wie sieht es überhaupt aus mit dem Seegras? Wie sind die Dämmwerte? Wie teuer sind die Einbauten? Kann ich diesen Baustoff für mein Bauvorhaben verwenden? Wie sind die gesetzlichen Vorgaben? Aber auch übergeordnete Fragen zum Zirkulären Bauen, zur Tendenz des Einfachen Bauens mit weniger Technologie oder Chemieeinsatz, zu der energetischen Fördersituation bei Neubauten und Sanierungen von Altbauten sollen an diesem Abend einmal in lockerer Runde angesprochen werden.

Um Voranmeldung unter email: info@a-ap.de wird wegen der begrenzten Sitzplatzanzahl freundlichst gebeten.

 

Restaurator im Handwerk mit tollem Artikel über Seegras:

Vortrag von Philipp Schubert: "Seegras und Klimaschutz!"

TV:  NDR die nordstory                            Heu-Ernte am Strandufer

in der NDR Mediathek (Foto anklicken)

Seegras Fassadendämmung

Seegras vom Ostseestrand

 

In ausgedehnten Unterwasserwiesen wächst in einer Tiefe von bis zu ungefähr 8 Metern Seegras.

Seegras ist keine Alge, sondern ein Gras, das heißt, es war vor Urzeiten eine Landpflanze

und ist dann wieder ins Meer zurück gewandert.

 

Seegraswiesen sind für das Ökosystem Ostsee in vielerlei Hinsicht sehr wichtig:

 

Ein Hektar Seegras bindet 35 mal so viel Kohlendioxid wie ein Hektar Regenwald.

 

Seegras macht aus sandigem Meeresgrund Lebensraum für Fische und viele andere Meeresbewohner, dort wächst ihr Nachwuchs heran.

 

Es produziert Sauerstoff, der das Wasser frisch und klar hält.

 

Seegraswiesen vermindern die Kraft von Wellen bis zu 40%,

so schützen sie Küsten und Korallenriffe.

 

Je nährstoffärmer und klarer das Wasser, desto tiefer kann Seegras wachsen

und desto länger werden die Blätter.

 

Diese Wiesen bleiben unberührt! Eine Ernte wäre widersinnig, zerstörerisch und ist sowieso verboten.

 

Seegras ist eine mehrjährige Pflanze.

Bei Finnland wurde eine 1000jährige gefunden (siehe Interview mit Philipp Schubert).

Die Blätter lösen sich vereinzelt ab Frühling ab, im Herbst mehr, gleichzeitig wachsen sie wieder nach. Vor allem im Winterhalbjahr werden regelmäßig große Mengen an den Küsten der Ostsee angespült.

 

Es gab Jahre, in denen in Dänemark 8 Millionen Tonnen (trockenes) Seegras gewonnen wurden, mehr als Heu.

 

Bis in die 50er Jahre wurde es als hochwertiges Material geschätzt und vielfältig genutzt.

Anwohner sammelten Seegras, um es bei zentralen Sammelstellen abzugeben. Dafür war

die Küste in Abschnitte unterteilt. (Davon wurde uns u.a. auf Fehmarn und Poel berichtet.)

 

Heutzutage wird es meist aufwändig entsorgt, damit die Strände für die Urlauber frei sind.

 

Gerade die Eigenschaften, die die Beseitigung erschweren, machen es zu einem hochwertigen Dämmstoff:

 

es ist schimmelresistent (schwer verrottbar), 

ungezieferresistent,

und es brennt nicht,

das heißt, wenn es in Kontakt mit Flammen kommt, verglimmt es, aber sobald es von

der Flamme getrennt ist, geht Feuer/Glut sofort komplett aus.

 

Feuertest:  www.youtube.com/watch?v=gPE7brNW82c

 

Dies hat es dem in den Pflanzenzellen eingebundenen Salz und dem hohen Anteil

an Silikat (Kieselsäure) zu verdanken.

 

Schwer verrottbar ist es, wenn es in purer Form in großen Haufen herumliegt.

Im Gartenbau, vermischt mit Erde, ist es ein wertvoller Dünger,

die Regenwürmer verarbeiten es gerne.

 

Es wird auch manchmal als Einstreu für Ställe genutzt, es soll gut für Hufe sein.

Allerdings fressen es dann die Vierbeiner, die auch gerne an Salzlecksteinen schlecken,

und da sollte man ein wenig auf die Menge achten.

Für Geflügelställe ist es gut geeignet, da es Ungezieferbefall entgegenwirkt.

 

Das Seegras, das wir anbieten, kommt aus Dänemark.

 

Es wird aus dem Ufergewässer und vom Küstenstreifen aufgenommen und auf Wiesen verteilt.

Dort ist es einer bestimmten Menge Regen ausgesetzt, der das äußere Meersalz, Plankton und Sand abspült.

 

Das Seegras ist dann also kaum noch salzig und damit auch nicht mehr hygroskopisch (wasserziehend).

 

Nachdem es in Wind und Sonne getrocknet ist, wird es genau wie Heu und Stroh zu Rundballen gepresst. So wird es an die Baustellen ausgeliefert.

 

Es ist also Seegras pur, naturbelassen und ohne Zusätze.

 

Die Fasern bleiben weitgehend lang und heil, somit wird die Stabilität in der Dämmschicht gewährleistet, das heißt, es sackt fast gar nicht ab.

 

Das Seegras wird mit der Hand in Hohlräume gestopft.

 

Seegras als Stopfmaterial statt in Form von Matten oder Platten ist die ökologischste

(und preislich günstigste) Variante, da jegliche Weiterverarbeitung mehr Energie kostet und Zusatzstoffe wie z.B. Kunststoff aus Erdöl dafür benötigt werden.

Seegras in Kombination mit anderen Materialien hat nicht mehr genau dieselben tollen Eigenschaften, die pures Seegras hat.

 

Das Bauen mit Naturmaterialien wie Holz, Lehm und Seegras verbindet uns mit Mutter Erde, sie fühlen sich gut an und sie riechen gut. Man kann in ihrer Nähe atmen ohne sich zu vergiften.

 

Die Spuren, die diese Häuser eines Tages hinterlassen, wenn ihre Zeit vorbei ist, sind kein Ballast für unseren Planeten.

 

Durch Einfachheit und Naturbelassenheit hat das Produkt Seegras eine

hervorragende Ökobilanz.

 

 

Wir arbeiten mit Natürlicher Intelligenz!   ; )

 

 

BEISPIELE FÜR BAUSTELLEN FINDEN SIE IM BLOG.

 

Unter "Seegrashandel" finden Sie einige Filmchen auf Youtube.

 

 

 

K L I M A S C H U T Z

 

Dass gute Dämmung Heizenergie einspart, liegt auf der Hand.

Man kann aber darüberhinaus eine Menge Energie/CO2 bei der Herstellung von Dämmstoffen

(sogenannte Graue Energie) einsparen, indem man Naturdämmstoffe nutzt.

Das in den Seegrasfasern gebundene CO2 wird in der Dämmschicht einlagert, anstatt in der Natur durch Verrottung freigesetzt zu werden.

 

 

Seegras Info-Heft: Geschichte & Dämmvarianten

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