Obere Geschossdecke mit Seegras dämmen – nichts leichter als das!


 

Es gibt ausgesprochene Ökohäuser, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass dort Baumaterialien wie Holz und Lehm den Ton angeben - Seegras ist ja normalerweise nicht mehr sichtbar, wenn es in der Dämmschicht verschwunden ist  ; )  - und dann gibt es noch die „normalen“ Häuser, wo man es nur mitbekommt, wenn man mit den Bewohnern ins Gespräch kommt.

 

Wir begrüßen es sehr, wenn Seegras kein Nischenprodukt bleibt, sondern in Zeiten des Klimawandels und der allgemein in Bedrängnis geratenen Natur den Weg in die „Normalität“ findet, eines Tages vielleicht sogar im Baumarkt nebenan erhältlich sein wird, wer weiß…

 

Ein so ein unauffälliges Haus in einem Wohngebiet in der Nähe von Bonn wurde vom Bauherren Jochen S. mit verschiedenen ökologischen Finessen ausgestattet wie z.B. einer Solaranlage

und Seegrasdämmung der oberen Geschossdecke.

 

 

 

Das Dämmprojekt war relativ leicht umsetzbar: Der Dachdecker hat die Fichtenbretter direkt

auf den Dachboden des zuvor neu eingedeckten Daches geliefert. Das Seegras wurde einfach gleichmäßig verteilt, der Nutzbereich mit Rauhspundbrettern abgedeckt, der Rest bleibt offen.

 

 

 

Manche Bauherren/-damen machen sich die Mühe, die Dachschrägen zu dämmen, obwohl der Dachboden nicht genutzt wird. Das erhöht den Energieverbrauch beim Heizen, da der Raum unnötigerweise mitgeheizt wird. Also wenn man sicher ist, dass der Dachboden (der bei alten Häusern oft durch eine Schicht Heu oder Stroh gedämmt war) ungenutzt bleiben soll, ist dies eine tolle, schlichte Lösung. Und selbst wenn man sich eines Tages umentscheiden sollte, bleibt das Seegras entweder als Trittschalldämmung liegen oder man nimmt es auf, um damit die Dachschrägen zu dämmen. Das ist einer der Gründe, warum wir die lose Stopfwolle besser finden als Dämm-Matten und –Platten.

 

 


 

Ausschlaggebend für Jochens Entscheidung für Seegras war, dass es nicht nur vor winterlicher Kälte schützt, sondern auch vor sommerlicher Überhitzung.

 

Ein Energieberater begleitet das Bauprojekt und ist schon selber neugierig darauf, eine Bilanz zu ziehen.

 

 

Wir auch!  ; )

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0